Lazarett

Sonntag, 5. April 2009

Unser Wohnzimmer gleicht momentan einem echten Lazarett. Überall liegen Taschentuchpackungen, Nasenspray steht rum, Halstabletten liegen in 3 verschiedenen Sorten rum, Teetassen mit und ohne Tee  auch. Mein Kuschelkissen natürlich nicht zu vergessen.

Kurz und gut: Mich hat’s erwischt. Aber wie! Ich war den ganzen Winter über nicht einmal erkältet. Nicht mal ein Anflug von Schnupfen oder Husten.

Und kaum kommt der Frühling raus, rafft es mich dahin. Seit Donnerstag abend quäle ich mich schon. Und momentan sieht es noch nicht wirklich gut aus. Werde wohl morgen früh doch mal meinem Arzt einen Besuch abstatten, denn an Arbeiten ist in diesem Zustand (nachts maximal 3 Stunden Schlaf am Stück) nicht zu denken.

Ich fühl mich, als hätte mich jemand durch den Fleischwolf gedreht. Und das ist NICHT lustig.

So, jetzt geh ich wieder auf mein Krankenlager und lasse mich von meinem Mann pflegen. Wenigstens das einzig positive an diesem ganzen Blödsinn.


Warum?

Mittwoch, 21. Januar 2009

Warum beginnt es promt, wenn die Temperaturen wieder die Null-Grad-Marke überschreiten zu schneien, wenn sowiewo niemand mehr Urlaub hat?

Warum konnte es nicht in den letzten Wochen bei konstanten Minustemperaturen schneien?

Warum muss es denn jetzt unbedingt Schneematsch sein, das ist eklig?

Warum können die Autofahrer, die sich bei solcher Witterung nicht sicher fühlen, nicht einfach mit dem Zug auf Arbeit fahren sondern sorgen für kilometerlange Staus auf den Zufahrtsstraßen?

Warum darf ich bei solch einem Wetter nicht einfach im Bett bleiben, mir die Decke über den Kopf ziehen und erst wieder rauskommen, wenn Frühling ist?


Basteln interaktiv – Heute: Eine Winterdepression

Mittwoch, 5. November 2008

Herzlich willkommen zu unserem interaktiven Bastelseminar. Heute lernen wir, wie wir uns eine Winterdepression basteln.

Schritt 1:

Fahre Anfang Oktober an einen sonnigen Ort in den Urlaub. Genieße das Strandleben und kehre dann in das graue, verregnete und kalte Deutschland zurück.

Schritt 2:

Stelle die Uhr auf Winterzeit. Nichts geht über frühe Dunkelheit!

Schritt 3:

Schicke deinen Partner auf Geschäftsreise. Nur alleine kann man richtig schön deprimiert sein!

Schritt 4:

Verbringe die hellste Tageszeit im Büro. Komme, wenn es noch dunkel (oder neblig) ist. Und fahr erst heim, wenn die Sonne schon untergegangen ist.

Schritt 5:

Schau dir schnulzige Liebesfilme an, hör traurige Liebeslieder oder lies ein trauriges Buch. (Es geht natürlich auch alles zusammen, das potenziert dann den Effekt.)

Schritt 6:

Kuschle dich abends mit einer Decke aufs Sofa und warte auf den Anruf deines Liebsten. Währenddessen kannst du gerne noch eine Tafel Schokolade nieder machen, damit du auch nach überstandener Depri noch was davon hast (nämlich ein paar Pfund mehr auf den Hüften).

Fertig ist die Winterdepression! Funktioniert zumindest bei mir ganz wunderbar.

Mag irgendjemand kuscheln kommen? Knuddel


Menschen ersetzen Maschinen

Montag, 3. November 2008

Ja, ihr lest richtig. In unserem Stamm-Kaufland wurden die Leergutautomaten abgeschafft. Jetzt gibt es wieder die gute alte Leergutannahme mit Menschen.

Bis vor kurzem standen im Eingangsbereich 3 Leergutautomaten, die mehr oder weniger zuverlässig ihren Dienst versahen. Trotzdem kam es – gerade zu Stoßzeiten, z.B. am Samstag vormittag – immer wieder zu langen Schlangen vor den Automaten und da diese ja direkt im Eingangsbereich standen, hieß es oft: Nichts gehts mehr! Denn selbst, wenn man kein Leergut hatte, kam man an der Schlange nicht vorbei. Das war teilweise wirklich frustrierend, weil man weder raus noch rein kam.

Nun wurden also diese Automaten abgeschafft und es steht wieder ein Mitarbeiter aus Fleisch und Blut da und nimmt das Leergut an. Der soll dann wohl zuverlässiger sein als die Automaten. Das bleibt allerdings abzuwarten. Das Hauptproblem, nämlich die Leergutannahme im Eingangsbereich, bleibt jedoch weiterhin bestehen. Wir werden damit sicherlich noch sehr viel Spaß haben, denn ich glaube nicht, dass sich durch die Ersetzung „Mensch statt Automat“ wirklich etwas verbessert.

Aber trotzdem: Wenn man außerhalb der Stoßzeiten einkaufen geht, kann man wirklich sagen: Alles halb so wild.


Wahrnehmung

Sonntag, 17. August 2008

Ich habe das Gefühl, meine Wahrnehmung funktioniert nicht mehr so richtig. Als Indiz dafür dient zum Beispiel der heutige Tag.

Schatzi und ich wollten ein bisschen Sport machen und ich kam auf die „grandiose“ Idee: „Lass uns doch noch Runde mit dem Rad drehen!“ An sich kein Problem, haben wir uns doch beide erst letztes Jahr neue Räder geleistet. Die Temperaturen hielten sich auch in Grenzen, so dass wir nicht gleich den Hitzetod sterben würden. Also los!

Bis in die nächste Stadt sind es 3 km neben der Bahnstecke her. Sehr gemütlich und noch nicht wirklich anstrengend. Anschließend durchs Gewerbegebiet. Auch kein Problem. Aber dann kam die Frage auf: Direkt zurück oder noch etwas weiter in Richtung der nächsten Ortschaft, wo dann vorher eine Straße wieder zurück zu uns in den Ort führen sollte. Auf Grund meiner Wahrnehmung als wir letztens die Strecke mit dem Auto gefahren sind, meinte ich: „Ach komm, ist nicht weit. Nur kurz den Berg hoch und dann geht auch schon die Straße ab. Von da gehts dann flach wieder bis zu uns nach Hause. Das schaff ich schon!“

Nun ja, das Problem war, dass das ganze auf meiner Wahrnehmung basierte. Ich dachte wirklich, dass wir nur mal kurz den Berg hoch müssen und dann abbiegen. Dass aus dem „kurzen Berg“ dann zwei ziemliche Anstiege über 3 km wurden, hatte ich im Auto irgendwie nicht so mitbekommen. Und auch die flache Strecke zu uns nach Hause ging dann doch über 4 km etwas mehr bergauf und -ab als ich mir das vorgestellt hatte.

Dementsprechend war ich dann auch fix und alle, als wir wieder zu Hause waren. Ich kam kaum noch die Treppen hoch und musste mich erst mal ne halbe Stunde auf der Couch ausruhen. Und selbst danach war ich noch ganz zittrig.

Merke: Verlasse dich nie auf deine Wahrnehmung, wenn du mit dem Fahrrad eine Strecke fahren willst, die du nur aus dem Auto kennst!

Frage: Wie kommt man eigentlich günstig an Dopingmittel? Auf dem einen Anstieg wurde ich sogar von einem Opa auf dem Rad überholt. Wie peinlich! Für das nächste Mal muss ich mir also unbedingt etwas einfallen lassen.

Frage 2: Wer hat eigentlich diese Radwege gebaut? Da sind die Anstiege deutlich steiler als auf der Straße für PKWs. Was dann zur Folge hat, dass der Radweg am Scheitelpunkt ca. 3 m höher liegt, als die Straße. Was soll der Scheiß? Ich will nicht zur Tour de France! Ich wollte nur etwas für meine (nicht vorhandene) Fitness tun!

Mittlerweile hab ich mich aber wieder ganz gut erholt (Schatzi hat mich auch sehr liebevoll gepflegt) und ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal eine bessere Figur mache. Vielleicht drehen wir dann doch lieber direkt im Gewerbegebiet wieder um.

Frage 3: Kann man die Wahrnehmung irgendwo reparieren lassen?


Es war einmal an einem Montag …

Donnerstag, 7. August 2008

Liebe Verkehrbetriebe der nächsten Großstadt,

vielen lieben Dank, dass du mich mal wieder auf ganz besonders nette Art und Weise daran erinnert hast, warum ich seit über einem Jahr lieber mit dem Auto zur Arbeit fahre!
Da will man einmal mit dem Zug fahren (weil mein Mann mit dem Auto beim Kunden am Ar*** der Welt ist), steht extra 5:30 auf (was übrigens NICHT meine liebste Uhrzeit ist), um 6:15 am Bahnhof zu stehen (nachdem ich einmal quer durchs Dorf den Berg erst hoch und dann wieder runter gelaufen bin – es geht doch nichts über ein bisschen Frühsport). Planmäßige Abfahrt des Zuges war 6:24 Uhr. Um 6:35 Uhr fällt dir ein, uns per Durchsage mitzuteilen, dass der Zug heute ausfällt. Der nächste fährt aber erst in einer Stunde. Also den Berg wieder rauf zur Bushaltestelle ([IRONIE] Ich leide ja zum Glück nicht an Asthma [/IRONIE] Hatte glücklicherweise mein Notfallspray dabei.). Zum Glück fährt noch ein Bus, aber während ich auf den warte, kommt ein anderer Herr und meint, der Zug wäre grad unten lang gefahren. *grrrr* Motz Hammer
SAG MAL, SIND BEI DIR EIGENTLICH NUR PAPPNASEN BESCHÄFTIGT, DIE ES NICHT AUF DIE REIHE BEKOMMEN, DIE RICHTIGE DURCHSAGE AUF DEN WEG ZU BRINGEN?

Wegen dir war ich heut fast 2 Stunden unterwegs, mit dem Auto brauch ich maximal 45 Minuten.
Zum Glück hab ich noch meine Nachbarin getroffen, die mich netterweise am Mittwoch mitnimmt. Und die anderen Tage arbeite ich von zu Hause. Ich hab so die Schn**ze voll von dir, das kannst du mir glauben.

Hoffentlich bin ich NIE WIEDER auf dich angewiesen!


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