Wahrnehmung

Sonntag, 17. August 2008

Ich habe das Gefühl, meine Wahrnehmung funktioniert nicht mehr so richtig. Als Indiz dafür dient zum Beispiel der heutige Tag.

Schatzi und ich wollten ein bisschen Sport machen und ich kam auf die „grandiose“ Idee: „Lass uns doch noch Runde mit dem Rad drehen!“ An sich kein Problem, haben wir uns doch beide erst letztes Jahr neue Räder geleistet. Die Temperaturen hielten sich auch in Grenzen, so dass wir nicht gleich den Hitzetod sterben würden. Also los!

Bis in die nächste Stadt sind es 3 km neben der Bahnstecke her. Sehr gemütlich und noch nicht wirklich anstrengend. Anschließend durchs Gewerbegebiet. Auch kein Problem. Aber dann kam die Frage auf: Direkt zurück oder noch etwas weiter in Richtung der nächsten Ortschaft, wo dann vorher eine Straße wieder zurück zu uns in den Ort führen sollte. Auf Grund meiner Wahrnehmung als wir letztens die Strecke mit dem Auto gefahren sind, meinte ich: „Ach komm, ist nicht weit. Nur kurz den Berg hoch und dann geht auch schon die Straße ab. Von da gehts dann flach wieder bis zu uns nach Hause. Das schaff ich schon!“

Nun ja, das Problem war, dass das ganze auf meiner Wahrnehmung basierte. Ich dachte wirklich, dass wir nur mal kurz den Berg hoch müssen und dann abbiegen. Dass aus dem „kurzen Berg“ dann zwei ziemliche Anstiege über 3 km wurden, hatte ich im Auto irgendwie nicht so mitbekommen. Und auch die flache Strecke zu uns nach Hause ging dann doch über 4 km etwas mehr bergauf und -ab als ich mir das vorgestellt hatte.

Dementsprechend war ich dann auch fix und alle, als wir wieder zu Hause waren. Ich kam kaum noch die Treppen hoch und musste mich erst mal ne halbe Stunde auf der Couch ausruhen. Und selbst danach war ich noch ganz zittrig.

Merke: Verlasse dich nie auf deine Wahrnehmung, wenn du mit dem Fahrrad eine Strecke fahren willst, die du nur aus dem Auto kennst!

Frage: Wie kommt man eigentlich günstig an Dopingmittel? Auf dem einen Anstieg wurde ich sogar von einem Opa auf dem Rad überholt. Wie peinlich! Für das nächste Mal muss ich mir also unbedingt etwas einfallen lassen.

Frage 2: Wer hat eigentlich diese Radwege gebaut? Da sind die Anstiege deutlich steiler als auf der Straße für PKWs. Was dann zur Folge hat, dass der Radweg am Scheitelpunkt ca. 3 m höher liegt, als die Straße. Was soll der Scheiß? Ich will nicht zur Tour de France! Ich wollte nur etwas für meine (nicht vorhandene) Fitness tun!

Mittlerweile hab ich mich aber wieder ganz gut erholt (Schatzi hat mich auch sehr liebevoll gepflegt) und ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal eine bessere Figur mache. Vielleicht drehen wir dann doch lieber direkt im Gewerbegebiet wieder um.

Frage 3: Kann man die Wahrnehmung irgendwo reparieren lassen?


Wie die Zeit vergeht …

Freitag, 8. August 2008

Ich kann mich noch gut dran erinnern, dass ich mir vor einem halben Jahr einen Ticker gebastelt hab, der die verbleibende Zeit bis zu meiner Hochzeit runterzählt. Gerade eben hab ich festgestellt, dass da nur noch 1 Monat und 12 Tage drauf stehen.

Himmel, wo ist denn die Zeit hin?  Die TODO-Liste wird eher länger statt kürzer, weil mir noch so viele Details einfallen, die erledigt werden müssen.

Und dann kommen da noch so Gedanken, wie

  • Sollen wir wirklich dunkelrote Kerzen und Servietten nehmen? Ist das nicht zu dunkel? Wäre creme oder weiß nicht besser?
  • Soll ich den Schmuck vom Standesamt noch mal tragen? Passt der wirklich zum Kleid? Oder muss ich doch noch mal neuen Schmuck haben?
  • Zum Empfang vor der Trauung nur ein paar Kekse oder doch lieber herzhafte Häppchen? Mit Sekt oder ohne?
  • Brauchen wir die Bootsfahrt auf dem See? Oder versau ich mir damit nur mein Kleid?

Liebe Leser: Das ist ein akuter Anfall von Brauthormonen! Lauter Gedanken, bei denen andere wahrscheinlich nur den Kopf schütteln. Irre

Nun ja, heute abend kommt mein Mann endlich wieder und ich hoffe, er holt mich wieder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zurück. Wahrscheinlich wird er sagen: Alles halb so wild!

Aber ich will, dass es perfekt wird!g8


Es war einmal an einem Montag …

Donnerstag, 7. August 2008

Liebe Verkehrbetriebe der nächsten Großstadt,

vielen lieben Dank, dass du mich mal wieder auf ganz besonders nette Art und Weise daran erinnert hast, warum ich seit über einem Jahr lieber mit dem Auto zur Arbeit fahre!
Da will man einmal mit dem Zug fahren (weil mein Mann mit dem Auto beim Kunden am Ar*** der Welt ist), steht extra 5:30 auf (was übrigens NICHT meine liebste Uhrzeit ist), um 6:15 am Bahnhof zu stehen (nachdem ich einmal quer durchs Dorf den Berg erst hoch und dann wieder runter gelaufen bin – es geht doch nichts über ein bisschen Frühsport). Planmäßige Abfahrt des Zuges war 6:24 Uhr. Um 6:35 Uhr fällt dir ein, uns per Durchsage mitzuteilen, dass der Zug heute ausfällt. Der nächste fährt aber erst in einer Stunde. Also den Berg wieder rauf zur Bushaltestelle ([IRONIE] Ich leide ja zum Glück nicht an Asthma [/IRONIE] Hatte glücklicherweise mein Notfallspray dabei.). Zum Glück fährt noch ein Bus, aber während ich auf den warte, kommt ein anderer Herr und meint, der Zug wäre grad unten lang gefahren. *grrrr* Motz Hammer
SAG MAL, SIND BEI DIR EIGENTLICH NUR PAPPNASEN BESCHÄFTIGT, DIE ES NICHT AUF DIE REIHE BEKOMMEN, DIE RICHTIGE DURCHSAGE AUF DEN WEG ZU BRINGEN?

Wegen dir war ich heut fast 2 Stunden unterwegs, mit dem Auto brauch ich maximal 45 Minuten.
Zum Glück hab ich noch meine Nachbarin getroffen, die mich netterweise am Mittwoch mitnimmt. Und die anderen Tage arbeite ich von zu Hause. Ich hab so die Schn**ze voll von dir, das kannst du mir glauben.

Hoffentlich bin ich NIE WIEDER auf dich angewiesen!


Die Sache mit dem grünen Punkt

Donnerstag, 7. August 2008

Hab ich euch eigentlich schon mal von unseren Vermietern erzählt?

Eigentlich vertragen wir uns mit ihnen recht gut, solange wir keine Sonderwünsche haben (wie z.B. unser Auto in der von uns angemieteten Garage auch noch unterstellen zu wollen) und uns ruhig verhalten.

Auch über unseren Müll wird gewacht, was ich letztens doch mit etwas Erstaunen erkennen musste. Frau Vermieterin hielt mich auf dem Weg zum Briefkasten an und meinte, sie müsse mal mit mir reden. Ob wir das wären, mit der blauen Tüte für den grünen Punkt, wollte sie wissen. Nachdem ich das bejahte, teilte sie mir mit, dass wir gefälligst keine Pappsachen mehr in den grünen Punkt schmeißen sollte. Sie hätte heute unseren Müll sortiert!

Ähh, wie bitte? Wie kommt sie dazu unseren Müll zu sortieren?

Sie meinte, die Tonne wäre immer so voll und da wollte sie mal schauen, was wir da alles so wegwerfen. Geht’s noch?

Die Tonne ist permanent voll, das stimmt! Aber nicht von uns! Wir und unsere Obermieter werfen pro Woche 1 (in Worten: einen) Sack in die Tonne. Die anderen gefülten 20 Säcke stammen von den Vermietern selbst!

Stein des Anstoßes war wohl eine Pralinenschachtel meines Herzallerliebsten, die – da hat die Vermieterin recht – aus Pappe besteht. Allerdings, und das ist der Knackpunkt: Auf ebenjener Packung prangt groß und fett ein grüner Punkt! Ich hab nachgesehen! Natürlich nicht im Müll sondern im Vorratsschrank, wo noch die ein oder andere Packung dieser Pralinen liegt und auf den baldigen Verzehr wartet.

Von daher: Ohren auf Durchzug stellen und weiter machen! Alles halb so wild.

Da fällt mir ein: Vielleicht sollte ich mal was wirklich ekliges in den grünen Punkt werfen, wenn sie wieder mal auf die Idee kommt, unseren Müll „zu sortieren“! Dann lohnt es sich wenigstens (für beide Seiten)!


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